Tula, Mexiko

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Als berühmteste architektonische Gebilde von Tula, der alten Hauptstadt der Tolteken in Zentralmexiko, gelten die vier massiven Atlanten - männliche Figuren, die als Säulen einst das Dach des Tempels von Quetzalcoatl abstützen.
Die Tolteken waren Nomaden, die vermutlich im 8. Jahrhundert Teotihuacán zerstörten. Ihre Hauptstadt Tula wurde ebenfalls von Feinden zerstört, von der lange Zeit unbekannt war wo sie lag. Die Tolteken herrschten nur 200 Jahre, von der Mitte des 10. bis zur Mitte des 12. Jahrhunderts, über Mexiko, aber ihre legendäre Geschicklichkeit und ihre Errungenschaften haben überdauert. Doch es ist schwer Mythen von Fakten zu trennen. Quetzalcoatl, der gefiederte Schlangengott, war sehr bedeutend in Tula, überall sieht man sein Abbild, besonders beeindruckend ist die 40 m lange Schlangenwand.
Auf einer 10 m hohen Stufenpyramide steht der Tempel des Gottes Quetzalcoatl mit den 4,60 m hohen Atlanten. Auch sie stellen Quetzalcoatl dar, diesmal in Gestalt des Morgensterns. Sie tragen eine gefiederte Haartracht und Speere. Vor dem Tempel befand sich einst ein großer überdachter Versammlungsplatz, diese Säulenhallen sind sehr charakteristisch für die toltekische Architektur und eines ihrer Kennzeichen. Doch die Überreste zeigen auch, daß es sich um ein kriegerisches Volk handelte, das glaubte seine Götter mit Menschenopfern versöhnen zu können.
Der Priesterfürst Topiltzin-Quetzalcoatl versuchte Ende des 10. Jahrhunderts friedlicheren Elementen mehr Gewicht zu verleihen, er verlor die sich anschließenden Machtkämpfe und mußte Tula verlassen. Fortan bestimmte das Prinzip der Gewalt die Tolteken.  [sh]

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