Strabo

Strabon, griechischer Geograph und Geschichtsschreiber, (64 v.Chr. - etwa 20 n.Chr.)

Strabo setzte die "Römische Geschichte" des Polybios fort (nicht erhalten) und schrieb aufgrund seiner weiten Reisen das Werk "Geographie", das als Quelle für die griechische und römische Geographie heute noch bedeutsam ist.

Strabos' "Geographia" ist das umfassendste länderkundliche Werk der Antike. Es beschreibt die Länder und Völker der Alten Welt, wobei Strabos Beschreibungen zum großen Teil auf eigener Anschauung beruhen. Ausführlich setzt Strabo sich mit seinen Vorläufern auseinander, insbesondere mit Eratosthenes und Hipparch von Nicäa; dieser Auseinandersetzung verdanken wir heute zu einem großen Teil unsere Kenntnis der hellenistischen Geografie. Für den Erdumfang übernimmt Strabo die 252.000 Stadien (1 Stadion = ca. 160m) des Eratosthenes, die Ausdehnung der Ökumene gibt er mit 70.000 Stadien in der Länge und 30.000 Stadien in der Breite an. Im Westen und Osten wird sie durch Spanien und Indien begrenzt, im Norden und Süden durch Ierne (Irland) und Meroe (etwa Khartum). Daneben behandelt Strabo auch Probleme der physischen Geografie (Vulkanismus, Erdbeben, Gebirgsbildung, Fossilien). Ähnlich wie Platon nimmt Strabo ein unterirdisches Stromsystem an, aus dem die Quellen gespeist werden. Er spricht von lokalen und großräumigen Senkungen des Landes und diskutiert Hebungen des Meeresbodens. Aus Salzlagern, Meeresmuscheln und anderen marinen Ablagerungen im Landesinneren schließt er auf eine ehemalige Meeresbedeckung Ägyptens.

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Lichtblicke

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